Gefüllte Weinblätter

Letztes Wochenende haben wir mit Freunden wandernd im schönen Oberbergischen verbracht. Unsere Wanderung wurde leider von einem heftigen Starkregen und einem ebenso heftigen Temperatursturz unterbrochen, weshalb wir die zweite Hälfte des Weges mit dem Taxi zurückgelegt und uns –in unserer Unterkunft angekommen- gleich aufs Wesentliche konzentriert haben: Essen und Trinken.

Gefüllte Weinblätter haben viele unschlagbare Vorteile für ein Essen mit Freunden: Man kann Sie super am Vortag vorbereiten, weil sie – gerade im Sommer – auch kalt sehr gut schmecken. Das Aufrollen der einzelnen Weinblätter nimmt zwar einige Zeit in Anspruch, aber die Füllung ist mit wenig Aufwand und wenigen Zutaten einfach herzustellen.

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Dabei können sämtliche Vorlieben der Gäste berücksichtigt werden, denn ihr könnt die Füllung für alle Fleischesser mit Hackfleisch und für alle Veggies mit Reis zubereiten…und die vegetarische Variante ist auch noch vegan. Die fertigen Weinblätter kann man sowohl als Vorspeise oder Zwischengang, aber auch als Nachtisch oder Mitternachtssnack essen. Ich habe nicht genau nachgezählt wie viele Weinblätter das Rezept ergibt, aber ich schätze, dass es ca. 100 Stück waren. Mit vier Personen haben wir alle Weinblätter bis auf den letzten Krümel aufgegessen (obwohl es noch ein Hauptgericht und Dessert gab).

Dazu schmeckt zum Beispiel Hummus oder Zaziki, aber – wenn ihr es etwas unkomplizierter mögt – auch einfach mit Naturjoghurt. Das Rezept für Hummus und Zaziki folgt, hier aber schon einmal ein kleiner Vorgeschmack auf das Ergebnis:

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Und nun das Rezept…

Gefüllte Weinblätter für 4 hungrige Personen

200 g Weinblätter
200 g Reis
50 g Pinienkerne
100 g Rosinen
½ Bund Minze
½ Bund Petersilie
2 EL Tomatenmark
2 EL Öl
1 TL Paprikapulver
½ TL Cayennepfeffer
Salz & Pfeffer

1. Die Weinblätter vorsichtig auseinander wickeln und in eine Schüssel (oder die gefüllte Spüle) mit lauwarmem Wasser geben. Etwa 3 Minuten einweichen lassen, die Weinblätter anschließend rausnehmen, abtropfen lassen und am besten auf Küchenpapier trocknen. Sie müssen nicht ganz trocken werden, sollten aber nicht mehr tropfen.

2. Den Reis in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser spülen bis das Wasser klar ist, anschließend kurz abtropfen lassen. Die Minze und die Petersilie waschen, trocken tupfen, von den Stielen befreien und fein hacken.

3. Anschließend Reis, Pinienkerne, Rosinen, gehackte Kräuter, Tomatenmark, Öl, Paprikapulver und Cayennepfeffer in eine Schüssel geben, gut durchmischen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

4. Den Stiel der Weinblätter vor dem Füllen vorsichtig abschneiden. Jeweils einen Teelöffel der Füllung auf die Mitte des Weinblattes geben. Erst die Seiten einschlagen und dann das Weinblatt von unten nach oben fest aufrollen.

5. Eine hohe Pfanne oder einen flachen Topf auf dem Boden mit Weinblättern auskleiden. Die fertig gerollten Weinblätter dicht an dicht darauf legen. Ist der Boden vollständig belegt, einfach eine weitere Schicht darüber legen.

6. Mit heißem Wasser begießen, so dass die oberste Schicht der Weinblätter knapp bedeckt ist. Die Weinblätter mit einem flachen Teller beschweren und einmal aufkochen lassen. Anschließend die Temperatur reduzieren und die Weinblätter ca. 1 Stunde und 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Wenn die Blätter das Wasser schon früher aufgesogen haben, einfach noch ein wenig Wasser nachgießen.

7. Weinblätter anschließend vorsichtig herausnehmen und auf einen Teller geben. Schmecken heiß und kalt!

Orangen-Avocado-Salat

Der Orangen-Avocado Salat stammt wieder aus meinem derzeitigen Lieblingskochbuch „Ein Fest im Grünen“ von Erin Gleeson. Die Rezepte aus dem Buch gibt es auch auf dem dazugehörigen Blog http://theforestfeast.com/.

Den Salat habe ich gestern zum Abendessen gemacht und ich habe es tatsächlich das erste Mal hinbekommen, Orangen und Avocados in „schöne“ Scheiben zu schneiden. Hier meine ausgefeilte Technik, an der ich euch natürlich gerne teilhaben lassen möchte:

Die Orangen quer halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brettchen legen. Die Schale von oben nach unten herunter schneiden, so dass die weiße Haut von der Orange mit abgeschnitten wird. Die geschälte Orange anschließend in 5 mm breite Streifen schneiden.

Die Avocado mit Schale ringsrum bis auf den Kern einschneiden, und das Ganze in Abständen von ca. 1 cm wiederholen. Die einzelnen Ringe vorsichtig ablösen und vom Kern ziehen. Danach die Schale der einzelnen Ringe jeweils mit einem Messer an einer Stelle einschneiden und vorsichtig abziehen. Mein Tipp: Diese Technik funktioniert nur, wenn die Avocado zwar reif, aber trotzdem noch relativ fest ist. Außerdem sollte die Schale nicht zu dick und nicht zu fest sein.

Wenn das alles nicht gelingt und ihr euch am Ende eher einen Orangen-Avocado-Matsch zusammengeschnibbelt habt, schmeckt der Salat eigentlich noch besser. Nur gibt das nicht so schöne Fotos… 😉

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Orangen-Avocado-Salat für 4 Personen

2 Orangen
2 Avocados

Nach Belieben: Lauchzwiebeln, Koriander, Olivenöl, Salz

1. Die Orangen und die Avocados wie oben beschrieben in Scheiben schneiden und abwechselnd auf einer Platte oder einem Teller anrichten.
2. Nach Belieben in Ringe geschnittene Lauchzwiebeln, gehackten Koriander, Olivenöl und Salz darüber geben.

Fertig! Essen, bevor die Avocado braun wird. 😉 Oder ein bißchen Zitronensaft drüber träufeln, wenn ihr den Salat eine kleine Weile warten lassen wollt.

Spargelsalat & Sommer-Focaccia

Der Sommer ist da! Ich werde immer ganz euphorisch, wenn es wieder Erdbeeren, Spargel & Co. gibt und kann mich beim Einkaufen kaum bremsen. Das beste Mittel gegen einen zu vollen Kühlschrank sind allerdings Gäste, die einem helfen die Vorräte anschließend wieder zu vernichten. So hatten wir am Donnerstagabend Besuch und haben eine der ersten lauen Sommernächte bei Salat und Focaccia genossen.

Ein Must-have für einen Sommersalat im Mai ist für mich weißer Spargel. Leicht und unverkennbar im Geschmack, ohne dabei aufdringlich zu schmecken. Außerdem lässt sich Spargel wunderbar mit Erdbeeren kombinieren, die im Mai ebenfalls schon von den heimischen Äckern kommen und neben Süße einen schönen Farbtupfer für einen sommerlichen Salat abgeben.

Für alle die sich auch nach 17 Uhr noch an „Carbs“ erfreuen, ist die Focaccia DER Begleiter schlechthin für einen Salat. Man kann sie sowohl mit trockener als auch frischer Hefe zubereiten. Ich habe allerdings frische Hefe genommen, da der Teig damit besser aufgeht und somit „fluffiger“ wird. Am besten schmeckt die Focaccia, wenn sie noch warm ist und mit verschiedenen Dips serviert wird. Wenn man sich hier nicht allzu lange aufhalten möchte, kann man einfach ein Schälchen mit Olivenöl füllen und das nach Belieben mit gehackten Oliven, Knoblauch, Basilikum, Salz und Pfeffer versehen. Sieht schön aus, ist wenig Arbeit und schmeckt zur Focaccia einfach toll.

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Und hier nun die Rezepte….

Fruchtiger Sommersalat für 4 Personen

1 Salat (z.B. Kopfsalat oder Lollo rosso)
500 g Spargel
250 g Erdbeeren
8 EL Öl
6 EL dunkler Balsamessig
2 EL Crema di Balsamico
2 EL Honig
Salz & Pfeffer
Nach Belieben: Speckwürfel & Pecorino

1. Den Salat in großen Blättern abzupfen, waschen und trocken schleudern. Die Erdbeeren waschen, abtupfen und vierteln.
2. Den Spargel waschen, schälen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Wasser aufkochen, mit einer Prise Salz und Zucker versehen und die Spargelstücke darin ca. 10 Minuten köcheln lassen. Der Spargel sollte noch leicht bissfest sein. (Einfach nach ca. 8 Minuten ein Stückchen rausholen und probieren.) Den Spargel in ein Sieb abgießen, kurz mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.3. Öl, Essig, Crema die Balsamico, Honig, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas zu einem Dressing vermischen und kräftig schütteln.
5. Salat, Spargelstücke & Erdbeeren in eine Salatschüssel geben, Dressing drüber geben und alles gut vermischen. Nach belieben mit gebratenen Speckwürfeln und ein paar Streifen gehobeltem Pecorino garnieren.

Sommer-Focaccia mit Cherrytomaten

250g Mehl
1/2 TL Salz
3 TL getrocknete Kräuter (Kräuter der Provence, Thymian, Rosmarin…)
150 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
2-3 EL Olivenöl
ca. 15 Cerrytomaten

1. In einer Schüssel Mehl, Salz und getrocknete Kräuter vermischen. Den halben Hefewürfel in 150 ml lauwarmem Wasser auflösen und den Zucker hinzufügen.
2. Die Hefe-Wasser-Mischung zum Mehl geben und mit dem Knethaken oder mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend 2-3 EL zugeben und ebenfalls unterkneten. Den Teig zugedeckt ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
3. Den Teig anschließend zu einem Rechteck ausrollen (nicht zu dünn, ca. 2-3 cm hoch) und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Noch einmal zugedeckt ca. 10 Minuten gehen lassen.
4. Anschließend die Cherrytomaten in den Teig drücken, die Focaccia nochmal großzügig mit Olivenöl bestreichen, mit grobem Salz bestreuen und bei 200 °C Ober- und Unterhitze auf der zweituntersten Schiene ca. 20 Minuten backen. Anschließend warm genießen.