Fenchel-Tarte

♥ Alle frischen Zutaten 100% regional
♥ Mit Fertig-Pizzaboden gemacht – geht also schnell
♥ Schmeckt auch (fast) allen, die Fenchel eigentlich nicht mögen

Mmmmmmh, wenn ich das Bild von dieser köstlichen Fenchel-Tarte sehe, läuft mir immer noch das Wasser im Mund zusammen.

Fencheltarte_deluxe

Und das Schöne ist: Diese Rezept geht so wunderbar schnell und einfach, dass es praktisch keine Ausrede für euch gibt, es nicht mindest einmal auszuprobieren.

Eigentlich ist das Rezept eher aus einer Kühlschrank-Flaute heraus entstanden.

Ich habe mir ja neuerdings aufs Fähnchen geschrieben, nur noch regionale und saisonale Produkte für meine Rezepte zu verwenden. Dafür bekommen wir ab sofort jede Woche eine Kiste voller Bio-Obst und – Gemüse vom Lammertzhof geliefert. Nur tolle Sachen, sag ich euch…aber als ich dann am Ende der Woche nur noch einen Fenchel und eine halbe Gemüsezwiebel übrig hatte, wurde meine Kreativität doch etwas auf die Probe gestellt.

Aber wenn man nur gut genug guckt, dann entdeckt man ja meist doch noch die ein oder andere brauchbare Zutat im Kühlschrank. Mit ein bißchen Fantasie sieht das Resultat dann so aus.

Fecheltarte_Stück

Das Schöne an dem Fenchelgemüse für diese Tarte ist, dass es kaum nach Fenchel schmeckt. 🙂 Durch die Rosinen und die Käse-Eier-Mischung wird der Fenchel sehr mild und kann also auch all denen untergejubelt werden, die nicht so auf Fenchel stehen.

Tarte_in_the_making

Das nur als kleiner Tipp am Rande. Hier nun das Rezept…

Fenchel-Tarte für eine Tarteform (∅ 26 cm)

Fertig-Pizzateig
1 Fenchel
2 Zwiebeln
5 EL Rosinen
5 Stiele Thymian
3 Eier
2 EL Frischkäse natur
50 g Parmesan
Salz & Pfeffer

1. Den Backofen auf 220° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Tarteform ausfetten und mit dem Pizzateig auslegen. An den Rändern könnt ihr den Teig ruhig übereinander legen, das macht einen schönen, fluffigen Rand.
2. Den Fenchel waschen, den Strunk entfernen und in Scheiben schneiden (ca. 5 mm). Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Den Thymian waschen und trocken tupfen. Die Blätter von den Stielen entfernen und grob hacken.
3. Fenchel und Zwiebeln in einer Pfanne in Olivenöl andünsten, Rosinen und Thymian hinzugeben, das Gemüse mit Salz & Pfeffer würzen und anschließend etwas abkühlen lassen.
4. Eier, Frischkäse und geriebenen Parmesan mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
5. Nun das Fenchelgemüse auf den Pizzaboden geben, die Käse-Eier-Masse gleichmäßig darauf verteilen und die Tarte ca. 20 Minuten backen.

Pesto-Nudelsalat

♥ Schmeckt zu 100% nach Bella Italia
♥ Klassiker mit nur 8 Zutaten
♥ Einfach, aber edel

Basilikum, Knoblauch, Parmesan, Pinienkerne und Olivenöl! Bei dieser Kombination an Zutaten KANN beim Kochen eigentlich nix mehr schief gehen.
Einfach alle Zutaten gründlich pürieren und fertig ist die Basilikum-Pesto! Intensiv, italienisch und einfach irre lecker…

Pesto_Zutaten

Natürlich schmeckt dieser Klassiker zu Pasta jeder Art. Spaghetti mit Pesto, Penne mit Pesto, Tagliatelle mit Pesto….darüber noch mehr Parmesan und das Pasta-Glück ist perfekt.

Aaaaaber es geht auch (ein bißchen) raffinierter, wenn ihr euch einen leckeren Salat zaubern möchtet. Dann habt ihr in Nullkommanix die frische Sommervariante von Pasta Pesto für einen Abend auf der Terasse oder Balkonien.

Was braucht ihr dafür?

Pesto, Pasta, Cherrytomaten und Rucola – bei dieser Kombination kann dann ebenso wenig schief gehen wie bei den Zutaten für die Pesto.

Pesto-Nudelsalat_Zutaten

Natürlich könnt und solltet ihr eure Kreativität walten lassen und den Salat mit den Dingen verfeinern, die euer Herz höher schlagen lassen:
Getrocknete Tomaten in Öl, Oliven, Artischocken, Prosciutto di Parma oder, oder, oder…

TomatenIch persönlich könnte nie genug von diesen kleinen, aromatischen Tomaten bekommen. Die machen den Pesto-Salat übrigens besonders frisch und leicht.

Dazu ein Gläschen Vino Rosso und ich komme der Versuchung nahe, sofort einen Flug nach Rom oder Mailand zu buchen.

Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen…und -eventuell- beim Flug buchen. ❤

Pesto-Nudelsalat_1

Pesto-Nudelsalat für 2 Personen

250 g Penne
1 Bund Basilikum
50 g Parmesan (gerieben)
50 g Pinienkerne (geröstet)
40 ml Olivenöl
3 Knoblauchzehen (gepresst)
150 g Cherrytomaten
1 Handvoll Rucola

1. Die Penne in Salzwasser bissfest garen, abgießen und abtropfen lassen.
2. Basilikum waschen, die Blätter abzupfen und trocken tupfen. Mit geriebenem Parmesan, gerösteten Pinienkernen, Olivenöl und gepresstem Knoblauch vermischen und mit einem Pürierstab fein zerkleinern. Eventuell noch etwas mehr Olivenöl dazu geben bis die Pesto die gewünschte Konsistenz hat.
3. Tomaten waschen und halbieren, Rucola ebenfalls waschen und abtupfen. Anschließend die Penne mit der Pesto, den Tomaten und dem Rucola vermengen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Bon Appetito!

Zucchiniblüten-Tarte

Klingt abgeflogen – ist aber total einfach. Zucchiniblüten bekommt ihr aktuell förmlich hinterher geschmissen, weil sie zwischen Juli und Oktober aus regionalem Anbau stammen.

Wo gibt es sowas? Mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eurem örtlichen Wochenmarkt oder im Bioladen.

Das Rezept stammt dieses Mal nicht von mir, sondern aus dem fantastischen Kochbuch Ein Fest im Grünen. Den dazugehörigen Blog gibt es hier und es lohnt sich wirklich mal einen Blick reinzuwerfen.

Zucchiniblüten-Tarte Zutaten
So simpel sind die Zutaten für die Tarte

Wenn ihr die Zucchini-blüten erstmal gefunden habt, dann geht alles ganz schnell. Die Zubereitung ist in 5 Minuten erledigt – und es sind wirklich nur 5 Minuten! Danach muss das Ganze noch für eine knappe halbe Stunde in den Ofen und fertig ist das perfekte Essen.

Besonders geeignet also wenn ihr spontan Besuch bekommt, eigentlich gar keine Zeit habt irgendwas vorzubereiten, zusätzlich noch selber einen riesen Hunger habt und es draußen brüllend heiß ist.

Sämtliche Faktoren kamen bei mir letzte Woche zusammen. 😉

Hier noch ein bißchen Warenkunden zur Zucchini:

  • Zucchini stammen ursprünglich aus Mittelamerika, werden aber seit langer Zeit auch in Europa -hauptsächlich in Italien- angebaut.
  • Mittlerweile sind Zucchini aber auch in Deutschland weit verbreitet und die heimische Ernte findet zwischen Juni und Oktober statt.
  • Im Kühlschrank gelagert bleiben sie am längsten frisch. Sobald Zucchini bitter schmecken, sollten ihr sie nicht mehr essen.
  • Zucchini kann man auch roh essen.
  • Zucchini ist übrigens Plural und eine Zucchinifrucht müsste streng genommen Zucchino heißen.

Zucchiniblüten Tarte

Und ein kleines Close-up für noch mehr Appetit. So kann es schon bald auf eurem Teller aussehen… 😉

Tarte mit Zucchiniblüten

So, und nun genug geredet, hier das Rezept…

Zucchiniblüten-Tarte

1 fertiger Pizzateig oder Blätterteig
10 Zucchiniblüten
250 g Ricotta
30 g Parmesan
2 Knoblauchzehen (gepresst)
1 TL Thymian (gehackt)
1 TL Rosmarin (gehackt)

1. Den Ofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Zucchiniblüten kurz in Wasser tauchen und vorsichtig mit einem Küchentuch trocken tupfen. Eine Tarteform ausfetten und den Pizzateig oder Blätterteig hineindrücken.
2. Ricotta, Parmesan, Knoblauch und Kräuter vermischen, mit Salz & Pfeffer würzen und auf dem Pizzateig/ Blätterteig verteilen.
3. Die Zucchiniblüten sternfürmig auf der Tarte verteilen und diese anschließend ca. 30 Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen.

Kartoffelsalat

Der Klassiker!

Auch wenn ich ein Faible für Fancy Food habe, geht doch manchmal nichts über den „juten deutschen Kartoffelsalat“. Für den Grillabend, ein Partybuffet oder sogar an Weihnachten – die Allzweckwaffe Kartoffelsalat schmeckt (fast) allen und macht pappsatt.

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Hierbei handelt es sich -natürlich- wieder um ein Mama-Rezept. Wie könnte es auch anders sein bei diesem absoluten Klassiker der traditionellen Küche. Allerdings ist das Rezept eines der Kategorie „mündlich überliefert“ und jedes Mal, wenn ich Kartoffelsalat mache, muss ich mindest 3 Mal bei Mama anrufen und mich vergewissern, dass ich alles noch richtig im Kopf habe.

Dabei sind die Zutaten eigentlich recht übersichtlich:

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Kartoffelsalat ist unübertroffen, wenn er genung Zeit hat, richtig durchzuziehen. Wenn ihr ihn also Samstagabend essen wollt, solltet ihr Freitagabend die ersten drei Schritte des Rezepts unten abgeschlossen haben. Ihr schichtet also die Zutaten in einer großen Salatschüssel und würzt jede Schicht mit Salz, Pfeffer und hellem Balsamessig. Das sieht in etwa so aus:

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Das Dressing könnt ihr dann Samstag kurz vorher untermischen. Mmmmmh, ich krieg gleich wieder Hunger… 🙂

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Kartoffelsalat (1 große Salatschüssel)

2,5 kg Kartoffeln (festkochend)
1 Zwiebel
2 Gläser Gewürzgurken
3 hartgekochte Eier
1 kleines Glas Mayonnaise (250 ml)
Naturjoghurt 3,5% (175 ml)
1 TL Senf
Weißer Balsamessig
Salz & Pfeffer

1. Kartoffeln in Salzwasser ca. 20 Minuten kochen, abgießen und pellen. Vollständig abkühlen lassen.
2. Die Zwiebel schälen und super fein würfeln. Die Gewürzgurken abgießen, abtropfen lassen und ebenfalls super fein würfeln. Die Eier hart kochen und ebenfalls würfeln. Die abgekühlten Kartoffeln in Scheiben schneiden.3. Nun beginnt das Schichten: Eine Schicht Kartoffeln (3-5 Kartoffeln, je nach Größe) in eine große Salatschüssel geben und 1 EL Zwiebeln, 1 EL Eier und 2-3 EL Gewürzgurken darüber verteilen. Mit 2-3 Umdrehungen Pfeffer aus der Pfeffermühle und etwa 1/4 TL Salz und 1 EL hellem Balsamessig würzen. Dann das Ganze wiederholen: Also wieder Kartoffeln, dann Zwiebeln, Eier, Gewürzgurken, Pfeffer, Salz und Essig darüber geben usw. Den Vorgang wiederholen bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
4. Über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
5. Am nächsten Tag die Mayonnaise in ein Schälchen geben. Das leere Glas zu 3/4 mit Naturjoghurt füllen und zur Mayonnaise ins Schälchen geben. Senf hinzugeben und zu einem cremigen Dressing vermischen. Über die Kartoffeln geben und vorsichtig durchmischen.

Fertisch is der jute Kartoffelsalat!!!

 

Möhrenbratlinge

Möhrenbratling klingt nicht besonders sexy. Dieser Möhrenbratling ist außerdem weder vegan noch gluten-, nein, noch nicht einmal laktosefrei.

Trotzdem MUSS ich dieses Rezept mit euch teilen, weil es einfach der leckerste Bratling der Welt ist. Bitte probiert es aus, denn ich bin mir sicher, auch ihr werdet danach den Möhrenbratling als solchen lieben.

Zum Möhrenbratling habe ich außerdem eine besondere Beziehung, weil ich schon als Kind riesengroße Mengen davon vernichtet habe. Ungefähr so…

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Als ich diese Woche also einen gewaltigen Möhrenüberschuss in unserem Kühlschrank feststellen konnte, kam mir der Bratling wieder in den Sinn und eine WhatsApp später hatte ich das Original-Rezept von Mama.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Mama-Rezepten: Die der ersten Kategorie sind handschriftlich auf losen Zetteln notiert und fliegen zwischen Kochbüchern und -zeitschriften in der elterlichen Küche rum. Auf wundersame Weise geht aber nie eines verloren. Die zweite Kategorie Mama-Rezepte wurde nie zu Papier gebracht, sondern mündlich überliefert und hat den Nachteil, dass man die Rezepte dieser Kategorie nicht so einfach per WhatsApp verschicken kann. Dazu aber im nächsten Post mehr…

Der Möhrenbratling gehört glücklicherweise zur Kategorie Nummer 1 und das Rezept sieht in etwa so aus:

Möhrenbratlinge

It’s as simple as that! Nur die Braterei im Anschluss braucht etwas Zeit und Geduld, denn am besten lasst ihr die Bratlinge bei niedriger Flamme ganz langsam fest und goldbraun werden. Dann fallen sie im Anschluss auch nicht auseinander. Wenn ihr merkt, dass die Masse zu „feucht“ ist, mischt noch 1-3 EL mehr Mehl unter.

Dazu schmeckt zum Beispiel ein einfaches Naturjoghurt mit etwas Knofi und klassisches Erbsen-Möhren-Gemüse. Auch kalt schmecken die Dinger toll und man kann sie z.B. super als Mittagessen mit zur Arbeit nehmen.

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Et voilà -ich will euch nicht mehr zu lange auf die Folter spannen- hier das Rezept:

Möhrenbratlinge für 4 Personen

150 g Haferflocken
4 EL Mehl (wenn ihr habt, Weizenvollkorn)
1 EL Butter
1 EL Honig
1/4 l Milch
200 g Möhren
1 Zwiebel
1 EL gehackte Petersilie
150 g Emmentaler
2 Eier
Salz & Pfeffer

1. Haferflocken, Mehl, Butter und Honig mischen, kochende Milch darüber gießen und 15 Minuten quellen lassen.
2. Möhren schälen und fein raspeln, Zwiebel fein würfeln und den Käse reiben. Anschließend Möhren, Zwiebel, Petersilie, Käse und Eier unter die Haferflocken rühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Mit einem Esslöffel kleine Teighäufchen in heißes Öl geben (nicht zu viel, pro Ladung nur 1-2 EL) und braten. Dabei etwas flachdrücken.

Ich bin gespannt auf eure Ergebnisse!

Sommerliches Ofengemüse

Lieber Sommer,

ich würde so gerne mal barfuß und mit kurzer Hose auf dem Balkon sitzen, ein Gläschen Wein trinken und dazu Tapas essen. Es wäre toll, wenn du uns -bevor der Herbst anfängt- wenigstens ein paar laue Sommernächte spendieren würdest…an denen man stundenlang draußen sitzen, quatschen und genießen kann. Und es wäre toll, wenn du auf solche überholten Traditionen wie „Siebenschläfer“ keinen Wert legst und einfach dein Ding machst. Bei Rückfragen zu gutem Wetter oder Sonnenschein ruf mich gerne jederzeit an.

Deine Doro

Für den Fall, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht habe ich hier ein tolles Sommergericht für euch, das wunderbar zu einem Glas Wein auf dem Balkon oder der Terasse passt. Es ist wahnsinnig schnell gemacht und grundsätzlich mit jeder Art von Gemüse, die ihr so im Kühlschrank findet, möglich.

Möhren, Pilze, Zucchini, Auberginen, Kartoffeln, Brokkoli, Zwiebeln, Kohlrabi, Kürbis, Süßkartoffeln: Passt alles! Also tobt euch aus und nehmt am besten saisonales Gemüse.

Auch für späte Abendesser wie mich (ich schaffe es häufig nicht vor 21 Uhr) ist das Ofengemüse ein super leichtes Abendessen. In Verbindung mit dem körnigen Frischkäse habt ihr -wenn ihr vorher Sport gemacht habt- auch gleich eure Eiweiß-Ladung für danach garantiert.

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So sieht das Gemüse aus, bevor es in den Backofen kommt.

Und hier das Rezept…

Sommerliches Ofengemüse für 2 Personen

4 Möhren
2 rote Zwiebeln
1 Zucchini
10 Pilze
1 Handvoll Cherrytomaten
2 EL Olivenöl
1 TL Kräuter der Provence
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
Salz & Pfeffer
Nach Belieben: frischer Rosmarin, Thymian, Basilikum usw.
150 g körniger Frischkäse

1. Den Ofen auf 180 °C (Ober-und Unterhitze) vorheizen. Die Möhren und Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Die Pilze und die Tomaten waschen und entweder halbieren oder ganz lassen. Die frischen Kräuter – bei mir waren es Rosmarin und Basilikum – ebenfalls waschen.
2. Möhren, Zwiebeln, Zucchini und Pilze in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Kräutern der Provence, Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Rosmarin dazugeben und verrühren bis sich die Gewürze gut verteilt haben. Aber das Ganze nicht „matschig“ rühren. 😉
3. Das Gemüse auf ein mit Backpapier belegtes Blech im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten garen. Ruhig gegen Ende der Garzeit mit einer Gabel in eine Möhre pieksen und schauen, ob sie die für euch perfekte Konsistenz hat. Ich mag es, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat.
4. Das Gemüse entweder auf dem Blech oder in einer Schüssel mit den Cherrytomaten und dem frischen Basilikum mischen.
5. Auf einem Teller mit einigen Kleksen körnigem Frischkäse anrichten.

Gefüllte Weinblätter

Letztes Wochenende haben wir mit Freunden wandernd im schönen Oberbergischen verbracht. Unsere Wanderung wurde leider von einem heftigen Starkregen und einem ebenso heftigen Temperatursturz unterbrochen, weshalb wir die zweite Hälfte des Weges mit dem Taxi zurückgelegt und uns –in unserer Unterkunft angekommen- gleich aufs Wesentliche konzentriert haben: Essen und Trinken.

Gefüllte Weinblätter haben viele unschlagbare Vorteile für ein Essen mit Freunden: Man kann Sie super am Vortag vorbereiten, weil sie – gerade im Sommer – auch kalt sehr gut schmecken. Das Aufrollen der einzelnen Weinblätter nimmt zwar einige Zeit in Anspruch, aber die Füllung ist mit wenig Aufwand und wenigen Zutaten einfach herzustellen.

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Dabei können sämtliche Vorlieben der Gäste berücksichtigt werden, denn ihr könnt die Füllung für alle Fleischesser mit Hackfleisch und für alle Veggies mit Reis zubereiten…und die vegetarische Variante ist auch noch vegan. Die fertigen Weinblätter kann man sowohl als Vorspeise oder Zwischengang, aber auch als Nachtisch oder Mitternachtssnack essen. Ich habe nicht genau nachgezählt wie viele Weinblätter das Rezept ergibt, aber ich schätze, dass es ca. 100 Stück waren. Mit vier Personen haben wir alle Weinblätter bis auf den letzten Krümel aufgegessen (obwohl es noch ein Hauptgericht und Dessert gab).

Dazu schmeckt zum Beispiel Hummus oder Zaziki, aber – wenn ihr es etwas unkomplizierter mögt – auch einfach mit Naturjoghurt. Das Rezept für Hummus und Zaziki folgt, hier aber schon einmal ein kleiner Vorgeschmack auf das Ergebnis:

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Und nun das Rezept…

Gefüllte Weinblätter für 4 hungrige Personen

200 g Weinblätter
200 g Reis
50 g Pinienkerne
100 g Rosinen
½ Bund Minze
½ Bund Petersilie
2 EL Tomatenmark
2 EL Öl
1 TL Paprikapulver
½ TL Cayennepfeffer
Salz & Pfeffer

1. Die Weinblätter vorsichtig auseinander wickeln und in eine Schüssel (oder die gefüllte Spüle) mit lauwarmem Wasser geben. Etwa 3 Minuten einweichen lassen, die Weinblätter anschließend rausnehmen, abtropfen lassen und am besten auf Küchenpapier trocknen. Sie müssen nicht ganz trocken werden, sollten aber nicht mehr tropfen.

2. Den Reis in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser spülen bis das Wasser klar ist, anschließend kurz abtropfen lassen. Die Minze und die Petersilie waschen, trocken tupfen, von den Stielen befreien und fein hacken.

3. Anschließend Reis, Pinienkerne, Rosinen, gehackte Kräuter, Tomatenmark, Öl, Paprikapulver und Cayennepfeffer in eine Schüssel geben, gut durchmischen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

4. Den Stiel der Weinblätter vor dem Füllen vorsichtig abschneiden. Jeweils einen Teelöffel der Füllung auf die Mitte des Weinblattes geben. Erst die Seiten einschlagen und dann das Weinblatt von unten nach oben fest aufrollen.

5. Eine hohe Pfanne oder einen flachen Topf auf dem Boden mit Weinblättern auskleiden. Die fertig gerollten Weinblätter dicht an dicht darauf legen. Ist der Boden vollständig belegt, einfach eine weitere Schicht darüber legen.

6. Mit heißem Wasser begießen, so dass die oberste Schicht der Weinblätter knapp bedeckt ist. Die Weinblätter mit einem flachen Teller beschweren und einmal aufkochen lassen. Anschließend die Temperatur reduzieren und die Weinblätter ca. 1 Stunde und 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Wenn die Blätter das Wasser schon früher aufgesogen haben, einfach noch ein wenig Wasser nachgießen.

7. Weinblätter anschließend vorsichtig herausnehmen und auf einen Teller geben. Schmecken heiß und kalt!

Kichererbsen-Curry

Curry-Rezepte gehören zu meinen Lieblingsrezepten, weil sie schnell gehen, lecker schmecken und perfekt vorzubereiten sind. Außerdem schmecken sie am nächsten Tag noch besser, wenn die Gewürze und die Schärfe gut durchgezogen sind.

Immer lecker zu Curry ist Naturjoghurt, besonders wenn man es mit der Chiliwürze etwas übertrieben hat. Erdnüsse oder Cashewkerne eignen sich hervorragend als „Topping“. Außerdem darf natürlich frischer Koriander nicht fehlen.

Wer besonders viel Hunger hat, kann Basmatireis dazu kochen oder Naan-Brot dazu servieren. Letzeres gibt es in gut sortierten Supermärkten auch fertig zu kaufen.

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Und hier das Rezept…

Kichererbsen-Curry für 4 Personen

1 große Zwiebel
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
5 große Möhren
200 g rote Linsen
200 g Spinat (TK oder frisch)
1 Dose Kichererbsen
2 Dosen Tomaten (gehackt)
1 kleine Dose Kokosmilch (200 ml)
500 ml Gemüsebrühe
2 gehäufte TL Kreuzkümmel
2 gehäufte TL Currypulver
2 Chilischoten
frischer Koriander

1. Möhren schälen und in große Stücke schneiden. Zwiebel, Ingwer und Koblauch klein schneiden und in 3 EL Öl in einem großen Topf glasig dünsten. Die Möhren und Linsen dazugeben und ebenfalls andünsten.
2. Kreuzkümmel und Currypulver darüber geben und kurz mit anrösten. Das Ganze dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 15 Minuten bei halb geschlossenem Topf köcheln lassen.
3. Anschließend die Tomaten und die Kokosmilch hinzugeben und den Blattspinat und die abgetropften Kichererbsen unterrühren. Mit Chili abschmecken und Koriander garnieren.

Frittierte Zucchiniblüten mit Pasta Italiana

Bis zu diesem Samstag hatte ich noch nie Zucchiniblüten gegessen, geschweige denn überhaupt irgendwo gesehen. Es gibt sie in gut sortierten Biomärkten (oft auf Bestellung) oder auf einigen Märkten zu kaufen. In Düsseldorf habe ich die exotischen Blüten beim Einkaufsbummel mit meiner Schwester und meiner Cousine auf dem Carlsplatz entdeckt. Und da mein Mann noch immer von den frittierten Zucchiniblüten schwärmt, die er mal in Italien gegessen hat, habe ich uns an diesem Samstag ganze drei Blüten gegönnt.

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Den Stempel, also die kleinen Mini-Zucchinis unterhalb der Blüte, habe ich direkt für meine Pasta weiter verarbeitet. Die Blüten werden durch einen Teig gezogen und in heißem Fett fritiert – ergibt eine leckere Vorspeise für ein italienisches Menü.

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Hier das Rezept….

Frittierte Zucchiniblüten mit Pasta Italiana für 2 Personen

3 Zucchiniblüten
25 g Mehl
20 ml Weißwein
1 Ei
1 EL gehobelter ParmesanSalz & Pfeffer
1 Prise Chili
250 g Tagliatelle
250 g Cherrytomaten
2 Knoblauchzehen
Basilikum

1. Für den Backteig Mehl, Weißwein, Ei, Parmesan, Salz & Pfeffer und Chili mit einem Schneebesen verrühren und schaumig schlagen, dann eine viertel Stunde stehen lassen.
2. In der Zeit die Zucchiniblüten vorsichtig waschen, abtupfen, den Stempel und die Staubgefäße innen herausschneiden. Den Stempel (Mini-Zucchinis) in schmale Streifen schneiden, die Cherrytomaten halbieren und den Knoblauch ebenfalls in hauchdünne Scheiben schneiden.
3. Die Blüten oben wieder zusammendrehen, durch den Backteig ziehen und nacheinander in heißem Pflanzenöl frittieren bis sie goldbraun sind. Anschließend herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
4. In der Zwischenzeit die Tagliatelle (am besten mit kurzer Kochzeit, 2 – 4 Minuten) gar kochen. In einer Pfanne Knoblauch, Zucchinistreifen und Cherrytomaten kurz anbraten, so lange die Nudeln kochen. Die Nudeln abgießen, das Gemüse darauf verteilen und mit Basilikum garnieren.

Die Zucchiniblüten am besten noch warm als Vorspeise genießen und beim Hauptgang an den letzten Italienurlaub denken…

Lorbeerkartoffeln mit Avocadosalat

Zu Ostern hat meine Mutter mir ein tolles Kochbuch geschenkt, das meinem Kochstil 1:1 entspricht. „Ein Fest im Grünen“ von Erin Gleeson enthält Rezepte, die mit wenigen Zutaten und überschaubarem Aufwand zubereitet werden können. Alles, was ich bislang ausprobiert habe, hat außerdem auch noch toll geschmeckt.

Kaufen könnt ihr das Kochbuch hier: http://www.knesebeck-verlag.de/ein_fest_im_gruenen/t-1/332

Die Rezepte gibt es aber auch kostenfrei auf Erins Website: http://theforestfeast.com

Für den Besuch meiner lieben Freundin Olga habe ich mich für die Lorbeerkartoffeln aus besagtem Kochbuch entschieden. Dazu gab es einen knackigen, grünen Salat mit Avocado und Granatapfel. Hier könnt ihr aber auch kreativ werden und einfach schauen was ihr da habt. Wir haben zu dritt alles bis auf den letzten Krümel aufgegessen, deshalb gelten die Mengenangaben für drei „gute Esser“.

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IMG_2583Lorbeerkartoffeln für 3 Personen

2 Süßkartoffeln
6 Kartoffeln (festkochend)
4 rote Zwiebeln
10 Lorbeerblätter
3 EL Olivenöl
40 g Butter
2 Knoblauchzehen (gehackt)

1. Die Süßkartoffeln, Kartoffeln und Zwiebeln in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und abwechselnd in einer gefetteten Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) aneinanderreihen. Die Lorbeerblätter nach einigen Scheiben jeweils dazwischen schieben.
2. Alles mit 40 g flüssiger Butter und Olivenöl beträufeln, mit Salz & Pfeffer und dem gehackten Knoblauch würzen.
3. Im Ofen bei 220 °C Ober- und Unterhitze ca. 1 Stunde backen, bis die Ränder der Kartoffeln knusprig sind.

Avocadosalat

1/2 Salat
1 Avocado in Streifen oder Stücke geschnitten1 Granatapfel
3 EL Olivenöl
5 EL dunkler Balsamessig
3 EL Ahornsirup
Salz & Pfeffer

1. Den Salat waschen und abtropfen lassen.
2. Für das Dressing Öl, Essig, Ahornsirup mit Salz & Pfeffer in ein Schraubglas geben (z.B. ein leeres Marmeladenglas) und kräftig schütteln. Anschließend in einer Schüssel mit dem Salat vermengen.
3. Salat auf einen Teller geben, mit Avocadoscheiben und Granatapfelkernen garnieren. Wer mag kann zusätzlich ein wenig gehobelten Parmesan über den fertigen Salat geben.