Nudelauflauf Lorraine

Wer braucht noch Inspirationen fürs Abendessen? Voilà, der Nudelauflauf Lorraine passt wunderbar zum Feierabend und einer Flasche Federweißer.

Ihr braucht nur 6 Zutaten:

250 g Suppennudeln
2 Stangen Porree
100 g gewürfelter Speck
1 kleine Dose Mais
6 Eier
100 g Bergkäse

1. Nudeln kochen. Porree waschen, in Ringe schneiden und in etwas Öl anbraten. Speck hinzufügen und kurz mit anbraten. Das Ganze mit den Nudeln und dem Mais vermischen und in eine gefettete Springform geben.
2. Eier und Bergkäse mischen, einen Schuss Milch dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Mischung über die Nudeln geben.
3. Bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 40 Minuten backen. Eventuell Temperatur für die letzten 10 Minuten erhöhen bis die gewünschte Bräunung erreicht ist.

Tipp: Statt Speck schmeckt auch Kochschinken (der muss nicht mit angebraten werden), den Mais könnt ihr weglassen oder durch Gemüse (das weg muss) ersetzen und statt Bergkäse ist auch Gouder oder Parmesan eine super Alternative.

Bon Appetit!

nudelauflauf

Fenchel-Tarte

♥ Alle frischen Zutaten 100% regional
♥ Mit Fertig-Pizzaboden gemacht – geht also schnell
♥ Schmeckt auch (fast) allen, die Fenchel eigentlich nicht mögen

Mmmmmmh, wenn ich das Bild von dieser köstlichen Fenchel-Tarte sehe, läuft mir immer noch das Wasser im Mund zusammen.

Fencheltarte_deluxe

Und das Schöne ist: Diese Rezept geht so wunderbar schnell und einfach, dass es praktisch keine Ausrede für euch gibt, es nicht mindest einmal auszuprobieren.

Eigentlich ist das Rezept eher aus einer Kühlschrank-Flaute heraus entstanden.

Ich habe mir ja neuerdings aufs Fähnchen geschrieben, nur noch regionale und saisonale Produkte für meine Rezepte zu verwenden. Dafür bekommen wir ab sofort jede Woche eine Kiste voller Bio-Obst und – Gemüse vom Lammertzhof geliefert. Nur tolle Sachen, sag ich euch…aber als ich dann am Ende der Woche nur noch einen Fenchel und eine halbe Gemüsezwiebel übrig hatte, wurde meine Kreativität doch etwas auf die Probe gestellt.

Aber wenn man nur gut genug guckt, dann entdeckt man ja meist doch noch die ein oder andere brauchbare Zutat im Kühlschrank. Mit ein bißchen Fantasie sieht das Resultat dann so aus.

Fecheltarte_Stück

Das Schöne an dem Fenchelgemüse für diese Tarte ist, dass es kaum nach Fenchel schmeckt. 🙂 Durch die Rosinen und die Käse-Eier-Mischung wird der Fenchel sehr mild und kann also auch all denen untergejubelt werden, die nicht so auf Fenchel stehen.

Tarte_in_the_making

Das nur als kleiner Tipp am Rande. Hier nun das Rezept…

Fenchel-Tarte für eine Tarteform (∅ 26 cm)

Fertig-Pizzateig
1 Fenchel
2 Zwiebeln
5 EL Rosinen
5 Stiele Thymian
3 Eier
2 EL Frischkäse natur
50 g Parmesan
Salz & Pfeffer

1. Den Backofen auf 220° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Tarteform ausfetten und mit dem Pizzateig auslegen. An den Rändern könnt ihr den Teig ruhig übereinander legen, das macht einen schönen, fluffigen Rand.
2. Den Fenchel waschen, den Strunk entfernen und in Scheiben schneiden (ca. 5 mm). Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Den Thymian waschen und trocken tupfen. Die Blätter von den Stielen entfernen und grob hacken.
3. Fenchel und Zwiebeln in einer Pfanne in Olivenöl andünsten, Rosinen und Thymian hinzugeben, das Gemüse mit Salz & Pfeffer würzen und anschließend etwas abkühlen lassen.
4. Eier, Frischkäse und geriebenen Parmesan mit dem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
5. Nun das Fenchelgemüse auf den Pizzaboden geben, die Käse-Eier-Masse gleichmäßig darauf verteilen und die Tarte ca. 20 Minuten backen.

Pesto-Nudelsalat

♥ Schmeckt zu 100% nach Bella Italia
♥ Klassiker mit nur 8 Zutaten
♥ Einfach, aber edel

Basilikum, Knoblauch, Parmesan, Pinienkerne und Olivenöl! Bei dieser Kombination an Zutaten KANN beim Kochen eigentlich nix mehr schief gehen.
Einfach alle Zutaten gründlich pürieren und fertig ist die Basilikum-Pesto! Intensiv, italienisch und einfach irre lecker…

Pesto_Zutaten

Natürlich schmeckt dieser Klassiker zu Pasta jeder Art. Spaghetti mit Pesto, Penne mit Pesto, Tagliatelle mit Pesto….darüber noch mehr Parmesan und das Pasta-Glück ist perfekt.

Aaaaaber es geht auch (ein bißchen) raffinierter, wenn ihr euch einen leckeren Salat zaubern möchtet. Dann habt ihr in Nullkommanix die frische Sommervariante von Pasta Pesto für einen Abend auf der Terasse oder Balkonien.

Was braucht ihr dafür?

Pesto, Pasta, Cherrytomaten und Rucola – bei dieser Kombination kann dann ebenso wenig schief gehen wie bei den Zutaten für die Pesto.

Pesto-Nudelsalat_Zutaten

Natürlich könnt und solltet ihr eure Kreativität walten lassen und den Salat mit den Dingen verfeinern, die euer Herz höher schlagen lassen:
Getrocknete Tomaten in Öl, Oliven, Artischocken, Prosciutto di Parma oder, oder, oder…

TomatenIch persönlich könnte nie genug von diesen kleinen, aromatischen Tomaten bekommen. Die machen den Pesto-Salat übrigens besonders frisch und leicht.

Dazu ein Gläschen Vino Rosso und ich komme der Versuchung nahe, sofort einen Flug nach Rom oder Mailand zu buchen.

Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen…und -eventuell- beim Flug buchen. ❤

Pesto-Nudelsalat_1

Pesto-Nudelsalat für 2 Personen

250 g Penne
1 Bund Basilikum
50 g Parmesan (gerieben)
50 g Pinienkerne (geröstet)
40 ml Olivenöl
3 Knoblauchzehen (gepresst)
150 g Cherrytomaten
1 Handvoll Rucola

1. Die Penne in Salzwasser bissfest garen, abgießen und abtropfen lassen.
2. Basilikum waschen, die Blätter abzupfen und trocken tupfen. Mit geriebenem Parmesan, gerösteten Pinienkernen, Olivenöl und gepresstem Knoblauch vermischen und mit einem Pürierstab fein zerkleinern. Eventuell noch etwas mehr Olivenöl dazu geben bis die Pesto die gewünschte Konsistenz hat.
3. Tomaten waschen und halbieren, Rucola ebenfalls waschen und abtupfen. Anschließend die Penne mit der Pesto, den Tomaten und dem Rucola vermengen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Bon Appetito!

Zucchiniblüten-Tarte

Klingt abgeflogen – ist aber total einfach. Zucchiniblüten bekommt ihr aktuell förmlich hinterher geschmissen, weil sie zwischen Juli und Oktober aus regionalem Anbau stammen.

Wo gibt es sowas? Mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eurem örtlichen Wochenmarkt oder im Bioladen.

Das Rezept stammt dieses Mal nicht von mir, sondern aus dem fantastischen Kochbuch Ein Fest im Grünen. Den dazugehörigen Blog gibt es hier und es lohnt sich wirklich mal einen Blick reinzuwerfen.

Zucchiniblüten-Tarte Zutaten
So simpel sind die Zutaten für die Tarte

Wenn ihr die Zucchini-blüten erstmal gefunden habt, dann geht alles ganz schnell. Die Zubereitung ist in 5 Minuten erledigt – und es sind wirklich nur 5 Minuten! Danach muss das Ganze noch für eine knappe halbe Stunde in den Ofen und fertig ist das perfekte Essen.

Besonders geeignet also wenn ihr spontan Besuch bekommt, eigentlich gar keine Zeit habt irgendwas vorzubereiten, zusätzlich noch selber einen riesen Hunger habt und es draußen brüllend heiß ist.

Sämtliche Faktoren kamen bei mir letzte Woche zusammen. 😉

Hier noch ein bißchen Warenkunden zur Zucchini:

  • Zucchini stammen ursprünglich aus Mittelamerika, werden aber seit langer Zeit auch in Europa -hauptsächlich in Italien- angebaut.
  • Mittlerweile sind Zucchini aber auch in Deutschland weit verbreitet und die heimische Ernte findet zwischen Juni und Oktober statt.
  • Im Kühlschrank gelagert bleiben sie am längsten frisch. Sobald Zucchini bitter schmecken, sollten ihr sie nicht mehr essen.
  • Zucchini kann man auch roh essen.
  • Zucchini ist übrigens Plural und eine Zucchinifrucht müsste streng genommen Zucchino heißen.

Zucchiniblüten Tarte

Und ein kleines Close-up für noch mehr Appetit. So kann es schon bald auf eurem Teller aussehen… 😉

Tarte mit Zucchiniblüten

So, und nun genug geredet, hier das Rezept…

Zucchiniblüten-Tarte

1 fertiger Pizzateig oder Blätterteig
10 Zucchiniblüten
250 g Ricotta
30 g Parmesan
2 Knoblauchzehen (gepresst)
1 TL Thymian (gehackt)
1 TL Rosmarin (gehackt)

1. Den Ofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Zucchiniblüten kurz in Wasser tauchen und vorsichtig mit einem Küchentuch trocken tupfen. Eine Tarteform ausfetten und den Pizzateig oder Blätterteig hineindrücken.
2. Ricotta, Parmesan, Knoblauch und Kräuter vermischen, mit Salz & Pfeffer würzen und auf dem Pizzateig/ Blätterteig verteilen.
3. Die Zucchiniblüten sternfürmig auf der Tarte verteilen und diese anschließend ca. 30 Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen.

Spaghetti Bolognese

Low-Carb ist nicht so mein Ding!

Ich verstehe nicht wie man freiwillig auf Nudeln verzichten kann. Ich könnte zu jeder Tages- und Nachzeit Nudeln essen und eigentlich auch am liebsten nur mit Olivenöl und Parmesan.

Aber weil heute Sonntag ist und wir Besuch zum Abendessen bekommen wollte ich mir ausnahmsweise ein bißchen mehr Mühe geben.

Da ich versäumt habe, unseren Besuch nach Unverträglichkeiten, persönlichen Vorlieben und Abneigungen zu fragen, habe ich mich für einen Klassiker entschieden. Denn ich kenne kaum jemanden, der Spaghetti Bolognese nicht mag. Nur Vegetarier wären schlecht…aber jetzt ist es eh zu spät. 😉

Wichtig für eine gute Bolognesesauce ist, dass ihr das Gemüse super fein würfelt. Das ist ein klitzekleines bißchen Arbeit, die sich aber definitiv lohnt. Nicht nur für die Optik, sondern auch für den feinen Geschmack.

Zutaten1_Spaghetti_Bolognese

Ich mache meine Bolo immer mit Rindergehacktem. Das ist total mager und macht diese Bolognese besonders leicht. Mein Tipp: Wenn ihr beim Metzger Tatar statt Rindergehacktem bestellt, wird es euch sogar frisch durch den Wolf gedreht.

Ich habe so viele Varianten probiert, aber Gehacktes sieht auf Fotos einfach immer ein bißchen merkwürdig aus. Wenn einer meiner lieben Foodblogger-Freunde vielleicht einen Trick hat wie man ästhetische Hack-Fotos hinbekommt – bitte hinterlasst ihn hier! 🙂

Zutaten2_Spaghetti_Bolognese

Am besten schmeckt die Bolognese übrigens, wenn ihr sie am Vortag macht und sämtliche Zutaten lange genug im Rotwein, den Tomaten und der Brühe geschmort haben.

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Ein weiterer Tipp zu den Flüssigkeiten: Ihr habt ja sicherlich auch schon öfter mal eine Flasche Wein geschenkt bekommen, bei der ihr gedacht habt, dass man die sicher „mal zum Kochen“ nehmen kann. Heißt im Klartext: „Verdacht auf ungenießbaren Fusel“. Nehmt sie NICHT zum Kochen! Das Endergebnis ist immer nur so gut wie die Zutaten. 😉

Und so sieht das Resultat dann optimalerweise aus! Viel Spaß beim Probieren und lasst mir gerne euer Feedback zum Rezept hier. 🙂 Denn ein Blogger ist immer nur so gut wie seine Leser… 😛

Spaghetti_Bolognese

Voila, das Rezept:

Spaghetti Bolognese für 6 Personen

800 g Spaghetti
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
6-8 Mören (ca. 400 g)
6-8 Stangen Staudensellerie (ca. 400 g)
1 kg Rindergehacktes
1 EL Zucker
3 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver
10-20 Zweige Thymian
3 Zweige Rosmarin
4 Loorbeerblätter
300 ml Rotwein
3 Dosen gehackte Tomaten
500 ml Rinderbrühe
ca. 150 ml Tomatensaft
Salz & Pfeffer

1. Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Staudensellerie in sehr feine Würfel schneiden. Alles in Olivenöl ca. 10 Minuten andünsten, anschließend aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Jeweils einige Thymian- und Rosmarinstiele zu 2-3 „Büscheln“ mit Küchengarn zusammenbinden.
2. Das Gehackte in Öl oder Butterschmalz krümelig anbraten, so lange bis es unten am Topf leicht festbrät (dauert ca. 15 Minuten). Dadurch entwickeln sich die für eine Bolognesesauce unverzichtbaren Röststoffe. Das Gehackte beim Anbraten mit einem Schieber oder Kochlöffer immer wieder auseinander drücken, sodass keine riesigen Stücke entstehen, sondern wirklich nur „Krümel“.
3. Das Gehackte mit Zucker, Tomatenmark, Paprikapulver  und Salz & Pfeffer würzen. Anschließend das Gemüse, die Thymian-Rosmarin-Päckchen und die Lorbeerblätter hinzufügen und alles mit dem Rotwein und den gehackten Tomaten ablöschen. Köcheln lassen bis die Flüssigkeit weitestgehend verdampft ist.
4. Anschließend die Bolognese ca. 1,5 Stunden bei niedriger Hitze schmoren lassen und immer wieder mit der Rinderbrühe auffüllen. Je nach Konsistenz noch etwas Tomatensaft oder alternativ etwas mehr Brühe unterrühen. Das ist Geschmackssache. 🙂
5. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kartoffelsalat

Der Klassiker!

Auch wenn ich ein Faible für Fancy Food habe, geht doch manchmal nichts über den „juten deutschen Kartoffelsalat“. Für den Grillabend, ein Partybuffet oder sogar an Weihnachten – die Allzweckwaffe Kartoffelsalat schmeckt (fast) allen und macht pappsatt.

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Hierbei handelt es sich -natürlich- wieder um ein Mama-Rezept. Wie könnte es auch anders sein bei diesem absoluten Klassiker der traditionellen Küche. Allerdings ist das Rezept eines der Kategorie „mündlich überliefert“ und jedes Mal, wenn ich Kartoffelsalat mache, muss ich mindest 3 Mal bei Mama anrufen und mich vergewissern, dass ich alles noch richtig im Kopf habe.

Dabei sind die Zutaten eigentlich recht übersichtlich:

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Kartoffelsalat ist unübertroffen, wenn er genung Zeit hat, richtig durchzuziehen. Wenn ihr ihn also Samstagabend essen wollt, solltet ihr Freitagabend die ersten drei Schritte des Rezepts unten abgeschlossen haben. Ihr schichtet also die Zutaten in einer großen Salatschüssel und würzt jede Schicht mit Salz, Pfeffer und hellem Balsamessig. Das sieht in etwa so aus:

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Das Dressing könnt ihr dann Samstag kurz vorher untermischen. Mmmmmh, ich krieg gleich wieder Hunger… 🙂

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Kartoffelsalat (1 große Salatschüssel)

2,5 kg Kartoffeln (festkochend)
1 Zwiebel
2 Gläser Gewürzgurken
3 hartgekochte Eier
1 kleines Glas Mayonnaise (250 ml)
Naturjoghurt 3,5% (175 ml)
1 TL Senf
Weißer Balsamessig
Salz & Pfeffer

1. Kartoffeln in Salzwasser ca. 20 Minuten kochen, abgießen und pellen. Vollständig abkühlen lassen.
2. Die Zwiebel schälen und super fein würfeln. Die Gewürzgurken abgießen, abtropfen lassen und ebenfalls super fein würfeln. Die Eier hart kochen und ebenfalls würfeln. Die abgekühlten Kartoffeln in Scheiben schneiden.3. Nun beginnt das Schichten: Eine Schicht Kartoffeln (3-5 Kartoffeln, je nach Größe) in eine große Salatschüssel geben und 1 EL Zwiebeln, 1 EL Eier und 2-3 EL Gewürzgurken darüber verteilen. Mit 2-3 Umdrehungen Pfeffer aus der Pfeffermühle und etwa 1/4 TL Salz und 1 EL hellem Balsamessig würzen. Dann das Ganze wiederholen: Also wieder Kartoffeln, dann Zwiebeln, Eier, Gewürzgurken, Pfeffer, Salz und Essig darüber geben usw. Den Vorgang wiederholen bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
4. Über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
5. Am nächsten Tag die Mayonnaise in ein Schälchen geben. Das leere Glas zu 3/4 mit Naturjoghurt füllen und zur Mayonnaise ins Schälchen geben. Senf hinzugeben und zu einem cremigen Dressing vermischen. Über die Kartoffeln geben und vorsichtig durchmischen.

Fertisch is der jute Kartoffelsalat!!!

 

Möhrenbratlinge

Möhrenbratling klingt nicht besonders sexy. Dieser Möhrenbratling ist außerdem weder vegan noch gluten-, nein, noch nicht einmal laktosefrei.

Trotzdem MUSS ich dieses Rezept mit euch teilen, weil es einfach der leckerste Bratling der Welt ist. Bitte probiert es aus, denn ich bin mir sicher, auch ihr werdet danach den Möhrenbratling als solchen lieben.

Zum Möhrenbratling habe ich außerdem eine besondere Beziehung, weil ich schon als Kind riesengroße Mengen davon vernichtet habe. Ungefähr so…

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Als ich diese Woche also einen gewaltigen Möhrenüberschuss in unserem Kühlschrank feststellen konnte, kam mir der Bratling wieder in den Sinn und eine WhatsApp später hatte ich das Original-Rezept von Mama.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Mama-Rezepten: Die der ersten Kategorie sind handschriftlich auf losen Zetteln notiert und fliegen zwischen Kochbüchern und -zeitschriften in der elterlichen Küche rum. Auf wundersame Weise geht aber nie eines verloren. Die zweite Kategorie Mama-Rezepte wurde nie zu Papier gebracht, sondern mündlich überliefert und hat den Nachteil, dass man die Rezepte dieser Kategorie nicht so einfach per WhatsApp verschicken kann. Dazu aber im nächsten Post mehr…

Der Möhrenbratling gehört glücklicherweise zur Kategorie Nummer 1 und das Rezept sieht in etwa so aus:

Möhrenbratlinge

It’s as simple as that! Nur die Braterei im Anschluss braucht etwas Zeit und Geduld, denn am besten lasst ihr die Bratlinge bei niedriger Flamme ganz langsam fest und goldbraun werden. Dann fallen sie im Anschluss auch nicht auseinander. Wenn ihr merkt, dass die Masse zu „feucht“ ist, mischt noch 1-3 EL mehr Mehl unter.

Dazu schmeckt zum Beispiel ein einfaches Naturjoghurt mit etwas Knofi und klassisches Erbsen-Möhren-Gemüse. Auch kalt schmecken die Dinger toll und man kann sie z.B. super als Mittagessen mit zur Arbeit nehmen.

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Et voilà -ich will euch nicht mehr zu lange auf die Folter spannen- hier das Rezept:

Möhrenbratlinge für 4 Personen

150 g Haferflocken
4 EL Mehl (wenn ihr habt, Weizenvollkorn)
1 EL Butter
1 EL Honig
1/4 l Milch
200 g Möhren
1 Zwiebel
1 EL gehackte Petersilie
150 g Emmentaler
2 Eier
Salz & Pfeffer

1. Haferflocken, Mehl, Butter und Honig mischen, kochende Milch darüber gießen und 15 Minuten quellen lassen.
2. Möhren schälen und fein raspeln, Zwiebel fein würfeln und den Käse reiben. Anschließend Möhren, Zwiebel, Petersilie, Käse und Eier unter die Haferflocken rühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Mit einem Esslöffel kleine Teighäufchen in heißes Öl geben (nicht zu viel, pro Ladung nur 1-2 EL) und braten. Dabei etwas flachdrücken.

Ich bin gespannt auf eure Ergebnisse!

Empanadas

Empanadas sind Teigtaschen auf Südamerikanisch und schmecken einfach fantastisch!!! Heiß, kalt, zuhause oder to go – ihr solltet alle Varianten mindestens einmal probieren.

Ich esse eigentlich wenig Fleisch. Interessanterweise habe ich diesen Trend auch in meiner Familie und meinem Freundeskreis beobachtet: Viele essen in erster Linie vegetarisch und achten beim Kauf viel stärker auf die Herkunft, Infos zu artgerechter Tierhaltung und nachhaltiger Produktion als noch vor ein paar Jahren. Ich finde diesen Trend super!

Manchmal überkommt mich allerdings dieser plötzliche Fleisch-Hunger und ich gönne mir doch mal eine Portion vom Metzger in unserem Viertel. So geschehen am Freitag und ich habe eine –nach meinen Maßstäben- riesige Menge an Hackfleisch gekauft, um damit Empanadas zu machen.

Da ich von Natur aus faul bin, habe ich die Empanadas mit einem Fertig-Pizzateig gemacht. Schmeckt total lecker und ist definitiv KEIN Qualitätsverlust….man sollte den Teig allerdings sehr dünn ausrollen.

Dazu gab es einen Salat, den ich letztes Jahr im Brasilienurlaub entdeckt und anschließend in rauen Mengen verzehrt habe. Die Brasilianer nennen ihn schlicht Vinaigrette!

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Hier das kurze Rezept: 2 Schalotten fein schneiden. 500 g Tomaten halbieren, die Kerne mit einem Löffel entfernen und in ein Schälchen geben. Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Ein halbes Bund Koriander waschen, die Blätter von den Stielen zupfen und anschließend grob hacken. 3 Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig andünsten. Mit 2 Esslöffeln Weißweinessig und den Tomatenkernen ablöschen und vom Herd nehmen. Mit einem Teelöffel Zucker, Salz, Pfeffer und Chili (je nach gewünschter Schärfe) würzen. Anschließend die Tomatenstückchen und den Koriander untermischen. Fertig ist die Vinaigrette!!!

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Ein toller Sommersalat, der auch zu einer Scheibe Brot oder Tortilla Chips mega gut schmeckt, wenn ihr mal keine Zeit für Empanadas habt.

Hier das Rezept für…

Empanadas (12 Stück)

1 Päckchen Fertig-Pizzateig
1 große Zwiebel
500 g Rinderhack
1 Glas schwarze Oliven (in Scheiben)
80 g Rosinen
50 g Pinienkerne
300g Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Paprikapulver
½ TL Cayennepfeffer
Salz & Pfeffer
1 Ei

1. Zur Vorbereitung die Zwiebel fein hacken, die Oliven abgießen und gut abtropfen lassen, die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und die Tomaten in kleine Stücke schneiden. Das Ei in einer Tasse verquirlen.
2. Für die Füllung 3-4 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel und das Hackfleisch darin anbraten. Tomatenmark, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Cayennepfeffer hinzugeben und untermengen.
3. Anschließend die Oliven, Rosinen, gerösteten Pinienkerne und Tomatenstücke hinzufügen und untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Füllung anschließend etwas abkühlen lassen.
4. Den Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Pizzateig in 12 gleich große Vierecke schneiden.
5. Die einzelnen Stücke auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen, so dass die viereckige Form erhalten bleibt. Etwa 3 Esslöffel der Füllung in die Mitte geben. Die Ränder des Vierecks mit Ei bestreichen und den Teig anschließend zu einem Dreieck zusammenklappen. Die Ränder mit Hilfe einer Gabel fest zusammendrücken.
6. Die Empanadas auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem restlichen verquirlten Ei bestreichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen.

Sommerliches Ofengemüse

Lieber Sommer,

ich würde so gerne mal barfuß und mit kurzer Hose auf dem Balkon sitzen, ein Gläschen Wein trinken und dazu Tapas essen. Es wäre toll, wenn du uns -bevor der Herbst anfängt- wenigstens ein paar laue Sommernächte spendieren würdest…an denen man stundenlang draußen sitzen, quatschen und genießen kann. Und es wäre toll, wenn du auf solche überholten Traditionen wie „Siebenschläfer“ keinen Wert legst und einfach dein Ding machst. Bei Rückfragen zu gutem Wetter oder Sonnenschein ruf mich gerne jederzeit an.

Deine Doro

Für den Fall, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht habe ich hier ein tolles Sommergericht für euch, das wunderbar zu einem Glas Wein auf dem Balkon oder der Terasse passt. Es ist wahnsinnig schnell gemacht und grundsätzlich mit jeder Art von Gemüse, die ihr so im Kühlschrank findet, möglich.

Möhren, Pilze, Zucchini, Auberginen, Kartoffeln, Brokkoli, Zwiebeln, Kohlrabi, Kürbis, Süßkartoffeln: Passt alles! Also tobt euch aus und nehmt am besten saisonales Gemüse.

Auch für späte Abendesser wie mich (ich schaffe es häufig nicht vor 21 Uhr) ist das Ofengemüse ein super leichtes Abendessen. In Verbindung mit dem körnigen Frischkäse habt ihr -wenn ihr vorher Sport gemacht habt- auch gleich eure Eiweiß-Ladung für danach garantiert.

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So sieht das Gemüse aus, bevor es in den Backofen kommt.

Und hier das Rezept…

Sommerliches Ofengemüse für 2 Personen

4 Möhren
2 rote Zwiebeln
1 Zucchini
10 Pilze
1 Handvoll Cherrytomaten
2 EL Olivenöl
1 TL Kräuter der Provence
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
Salz & Pfeffer
Nach Belieben: frischer Rosmarin, Thymian, Basilikum usw.
150 g körniger Frischkäse

1. Den Ofen auf 180 °C (Ober-und Unterhitze) vorheizen. Die Möhren und Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Die Pilze und die Tomaten waschen und entweder halbieren oder ganz lassen. Die frischen Kräuter – bei mir waren es Rosmarin und Basilikum – ebenfalls waschen.
2. Möhren, Zwiebeln, Zucchini und Pilze in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Kräutern der Provence, Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Rosmarin dazugeben und verrühren bis sich die Gewürze gut verteilt haben. Aber das Ganze nicht „matschig“ rühren. 😉
3. Das Gemüse auf ein mit Backpapier belegtes Blech im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten garen. Ruhig gegen Ende der Garzeit mit einer Gabel in eine Möhre pieksen und schauen, ob sie die für euch perfekte Konsistenz hat. Ich mag es, wenn das Gemüse noch etwas Biss hat.
4. Das Gemüse entweder auf dem Blech oder in einer Schüssel mit den Cherrytomaten und dem frischen Basilikum mischen.
5. Auf einem Teller mit einigen Kleksen körnigem Frischkäse anrichten.

Thai-Curry mit grünem Spargel

Wahrscheinlich würde sich jeder Thai über meine Currypaste schlapp lachen…aber für den europäischen Gaumen ist sie sicherlich schon ganz ordentlich scharf. Ich schwöre dabei auf diese kleinen, getrockneten Chilis. Die haben richtig „Wumms“ – und zwar alle!

Diese Currypaste war ein Versuch, Frederic von seinen ewigen Fertig-Saucen und -Pasten abzubringen. Wir haben immer noch eine süß-saure Fertig-Sauce, die vor 3 Jahren aus Amsterdam mit uns umgezogen ist im Kühlschrank und die ich leider nicht entsorgen darf. Die Begründung: „Da sind so viele Konservierungsstoffe drin – die wird nicht schlecht.“ Na dann, guten Appetit!

Jedenfalls wollte ich eine Currypaste machen, die fast so einfach ist als würde man ein Glas aufschrauben – und es ist mir (fast) gelungen. Ihr braucht keine Kaffir-Limettenblätter, kein Zitronengras, keine Fischsauce oder sonstigen Schnickschnack, sondern so exotische Dinge wie Zwiebeln, Knoblauch und Salz. Kreuzkümmel und Koriander sollten allerdings Bestandteil eures Gewürzregals sein, aber dann ist wirklich alles ganz einfach.

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Auch der Rest des Thai-Currys enthält keine besonders außergewöhnlichen Zutaten, vielleicht mal von der Kokosmilch abgesehen. Wenn ihr keine Kokosmilch da habt könnt ihr aber auch Sahne oder Sojasahne nehmen. Dann schmeckt es noch etwas europäischer, aber auch sehr gut. 😉

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Das Resultat erinnert dafür aber dann an den letzten Urlaub in Südostasien und schmeckt tatsächlich auch so. Bei 18°C und Regen Mitte Juni (!) muss man sich den Sommer wenigstens auf den Teller holen.

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Und hier das Rezept…

Thai-Curry für 2 Personen

1 Tasse Reis
250 g grüner Spargel
3 Möhren
1 rote Paprika
2 Frühlingszwiebeln
200 ml Kokosmilch
1 Handvoll Chashews
12 Garnelen
Öl zum Anbraten

Für die Currypaste:

4 kleine, getrocknete Chilischoten
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 TL Koriander (gemahlen)
1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1 TL Salz
1 EL Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

1. Für die Currypaste die Schalotten, die Knoblauchzehen und den Ingwer fein hacken und mit den übrigen Zutaten im Mörser zu einer groben Paste zermahlen.
2. Den Reis waschen und nach Packungsanweisung kochen. Das untere Drittel vom Spargel schälen und Spargel, Möhren, Paprika und Frühlingszwiebeln klein schneiden. Die Cashews hacken.
3. Möhren, Spargel und Paprika in dieser Reihenfolge nach und nach in etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Die Currypaste hinzugeben und das ganze mit der Kokosmilch ablöschen. Anschließend die Frühlingszwiebeln und die gehackten Cashews untermengen und 5 Minuten köcheln lassen.
4. Die Garnelen in etwas Öl in einer Pfanne anbraten und über das Thai-Curry geben.

Lauwarmer Glasnudelsalat

„Doro, du solltest Rezepte mit einfacheren Zutaten veröffentlichen.“

Diesen Tipp von meiner Kollegin habe ich direkt mal in die Tat umgesetzt. Mich nervt es selbst, wenn ich Rezepte mit x verschiedenen Zutaten lese, von denen ich mehr als die Hälfte nicht im Haus habe.

Lasst euch nicht von der Kokosnuss auf dem Bild irritieren. Reine Deko, denn ich trinke NICHT jeden Tag Kokosnusswasser aus einer frischen Kokosnuss…obwohl ich es gerne täte, weil es einfach sooo lecker schmeckt. 😉

Diesen Salat könnt ihr also garantiert mit den (größtenteils) haushaltsüblichen Gemüsesorten und Gewürzen zubereiten. Spart nicht zu sehr an der Sojasauce, denn die Glasnudeln saugen Unmengen an Flüssigkeit auf. Wenn ihr nicht so viel Sojasauce da habt, könnt ihr auch eine kleine Tasse Gemüsebrühe als Ersatz nehmen.

Und hier die recht überschaubare Auswahl an Basiszutaten:

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Et voilà…hier geht es jetzt gleich weiter mit dem Rezept.

Lauwarmer Glasnudelsalat für 2 Personen

125 g Glasnudeln
2 EL neutrales Öl
2 scharfe Chilischoten
4 mittelgroße Möhren
4 Champignons
4 Lauchzwiebeln
8 Brokkoliröschen (TK geht auch)
1 EL Honig
100 ml Sojasauce
1 Handvoll Cashews

Nach Belieben: Edamame (gibt’s im Asiamarkt), frischer Koriander und weitere Chilischoten zum würzen.

1. Glasnudeln nach Packungsanweisung garen, abgießen und mit 4-5 EL von der Sojasauce vermengen.
2. Öl (z.B. Sesamöl oder Sonnenblumenöl) in einer Pfanne erhitzen und nacheinander die klein geschnittenen Chilis, Möhren, Brokkoliröschen, Champignons und Lauchzwiebeln anbraten.
3. Einen großen Esslöffel Honig über das Gemüse geben und mit dem Rest der Sojasauce ablöschen. Kurz (!) aufkochen lassen und mit den Glasnudeln vermengen. Das Gemüse sollte noch bissfest sein.
4. Cashews über den Glasnudelsalat streuen. Das Ganze mit Edamame, frischem Koriander und weiteren Chilis servieren.

Tipp: Wer es ein bißchen nussiger mag, kann neben einem Esslöffel Honig noch einen großzügigen Esslöffel Erdnussbutter über das Gemüse geben, bevor er es mit der Sojasauce ablöscht.